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Gambia: Die Natur

Gambia erstreckt sich beiderseits des gleichnamigen Flusses, der das gesamte Staatsgebiet durchzieht. Im Mündungsgebiet des Gambias sind Mangroven verbreitet, die im Landesinneren in überschwemmte Grasfluren übergehen.

In früheren Zeiten war Gambia mit Wäldern bedeckt, doch über 90 Prozent des ursprünglichen Bestandes wurden zur Gewinnung von Brennholz und zugunsten der Landwirtschaft abgeholzt.Heute sind viele der Restflächen durch die Regierung geschützt.
Der wichtigste unter den Nutzbäumen ist der Cottonsilk-Baum. Er ist auch der grösste von allen und steht meist in der Mitte eines Dorfes.


Galerie

Strand in Gambia
Palmen am Strand



Der Baum wird bis zu 3 Meter dick und 40 Meter hoch. Das Innere seiner Früchte ist von wollartiger Struktur und wird daher in Polstern und Matratzen verwendet.
Der zweite Baum, der in jeder Siedlung zu finden ist, ist der Affenbrotbaum (Baobab). Er wird zwar nur 25 Meter hoch, dafür kann sein Durchmesser stolze 5-6 Meter betragen. Im Alter wird er sogar etwas kleiner. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass manche Exemplare schon 1.000 Jahre alt sind.
Durch seine Zweige, die mehr ausschauen wie Wurzeln, schaut es aus, wie wenn der Baum verkehrt herum wachsen würde.
Eine Legende in Gambia erzählt, dass der Baum nicht an seinem ursprünglichen Platz bleiben wollte und so hat ihn Gott einfach mit der Krone nach unten in die Erde gesteckt.


Gambia: Der Fluss

Das ganze Land ist geprägt vom Fluss mit dem gleichlautendem Namen. Er entspringt in Guinea, im Bergland von Futa Dschalon und schlängelt sich anschliessend in westlicher Richtung, wo er bei Banjul in den Atlantischen Ozean mündet. An dieser Stelle hat er eine Breite von über 12 Kilometer. Fähren verkehren dort zwischen den Ufern, um Mensch und Material überzusetzen.
Der Fluss durchschneidet das Land auf seiner gesamten Länge von etwa 480 Kilometern. Die wahre Länge des Flusses beträgt jedoch wegen seiner vielen Kurven1120 Kilometer, befahrbar davon sind etwa ein Drittel. Die zwei grössten vom Fluss eingeschlossenen Inseln sind Elephant Island und MacCarthy Island.
In früheren Zeiten hatte der Fluss grosse politische und wirtschaftliche Bedeutung, da er der einzige Handelsweg in Westafrika zur Küste hin war. Auf ihm wurden hauptsächlich Sklaven aus dem Inneren des Landes transportiert.
Für das kleine Land Gambia sicherte der Fluss über viele Jahrhunderte hinweg das Überleben.



Gambia: Abuto National Reservat

Abuto ist der wichtigste Nationalpark Gambias. Er liegt westlich der Strasse von Banjul zum Flughafen. Der Park wurde 1968 eröffnet und ist etwa 1 km² gross. Im Inneren kann man ihn zu Fuss erkundigen, die Wege sind gut beschildert.
An einigen Stellen wurden Beobachtungsstellen errichtet, an denen man -mit ein bisschen Geduld und Glück- einige Tierarten vor die Linse bekommt. Die besten Zeiten dafür sind die Morgen- und späten Nachmittagsstunden.
Bekannt ist der Nationalpark vor allem für seine über 200 Vogelarten. Ansonsten kann man auf Antilopen, Raubkatzen, Hyänen, Affen und Krokodile treffen. Für einen Besuch sollte man mindestens 2 Stunden einplanen.


 


See mit Krokodilen
See mit Krokodilen