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1455 |
Der erste Europäer, der
Gambia erreichte, war der Portugiese Alvis de Ca da Mosto. Gerüchte
über ein riesiges Goldvorkommen hatte ihn mit seinen Männern
hierhier gelockt. Sie errichteten hier Handelsstützpunkte für
Edelmetalle. Da das Land eine geografische wichtige Stelle auf der
Route nach Indien war, erlangten die Handelsstützpunkte viel
Bedeutung.
Das Wort Gambia soll übrigens vom spanischen "cambio"
kommen, was "Austausch" bedeutet.
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1618 |
1618 verkaufte Portugal seine
Handelsrechte an Grossbritannien, das Gambia von nun an vor allem
für den Sklavenhandel nutzte. Bis 1810 wurden ca. zwei Millionen
Sklaven in die Neue Welt verfrachtet.
Neben Engländern lassen sich nun auch Franzosen in dem Gebiet
nieder.
Ein Kampf um die Vorherrschaft im Sklavenhandel entsteht. Daran beteiligt:
Portugiesen, Franzosen, Briten, Niederländer und Deutsche.
Fort James verliert seine strategische Bedeutung mit dem Bau neuer
Festungsanlagen in Barra und Bathurst (dem heutigen Banjul) an der
Mündung des Gambia-Flusses, die sich besser für die Kontrolle
der Schiffsbewegungen eigneten. Fort James diente allerdings weiterhin
als Sammelpunkt für Sklaven.
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1765 |
Die Engländer setzen sich
durch: Senegal und Gambia befinden sich in britischer Hand.
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1776 |
Das senegalesische St.Louis
wird den Franzosen überlassen.
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1783 |
Im Vertrag von Versailles muss
England zurückstecken, erhält aber das heutige Banjul und
den befahrbaren Teil des Gambia-Flusses.
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1807 |
Das englische Parlament schafft
die Sklaverei ab. Die Franzosen ziehen erst 1848 nach.
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1820 |
Grossbritannien erklärt
Gambia zum britischen Protektorat und regiert die Gegend von Sierra
Leone aus.
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1829 |
Durch den Wegfall der Sklaverei
sucht sich England neue Einnahmequellen. Der Anbau und Handel mit
Erdnüssen beginn. Die geernteten Nüsse wurden zerstampft
und zu Öl gepresst, das anschliessend zur Weiterverarbeitung
in Nahrungsmitteln nach Europa exportiert wurde.
Durch den Handel wird der Gambia-Fluss einer der wichtigsten Flüsse
in Westafrika.
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1888 |
Die heute
gültigen Staatsgrenzen werden festgelegt.
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1901 |
Gambia
wird britische Kronkolonie.
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18.02.1965 |
Als selbstständiges
Mitglied im britischen Commonwealth erhält Gambia die volle Unabhängigkeit
(wenngleich die britische Königin Elizabeth II. formell das Staatsoberhaupt
bleibt).
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24.04.1970 |
Nach
Volksabstimmung und Ausrufung der Republik wird Dawda Kairaba Jawara
Staatspräsident.
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1971 |
Der Dalasi wird als eigene Währung
eingeführt.
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1973 |
Im Zuge
der Afrikanisierung wird die Hauptstadt Bathurst in Banjul umbenannt.
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1976 |
Die erste Oppositionspartei
wird erlaubt (People's Progressive Party).
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1981 |
Senegal und Gambia schliessen
sich zur Konföderation Senegambia zusammen. Oberhaupt der Konföderation
wurde der senegalesische Präsident Abdou Diouf, das Amt des Vizepräsidenten
wurde von Jawara ausgeübt. Der Zusammenschluss hält bis
1989.
Während eines Auslandsaufenthalts des Präsidenten kommt
es zu einem Putschversuch, der vom Militär blutig niedergeschlagen
wird.
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22.07.1994 |
Militärputsch
unter Anführung des damaligen Leutnant Yahyah Jammeh. Das Provisional
Ruling Military Council of Patriotic Forces (PRCPF) wird als Übergangsregierung
unter der Führung von Yayah Jammeh eingesetzt.
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26.09.1996 |
Durchführung
von Präsidentschaftswahlen, aus denen Jammeh als Sieger hervorgeht.
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16.01.1997 |
Inkrafttreten
einer neuen Verfassung. Yahyah Jammeh wird dadurch auch Regierungschef.
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18.10.2001 |
Bei den
Präsidentschaftswahlen wird der bisherige Amtsinhaber Jammeh
wiedergewählt.
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17.01.2002
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Durchführung
von Parlamentswahlen. Die grösste Oppositionspartei UDP boykottiert
diese Wahlen.
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