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Gambia: Geschichte

 
    Die erste nachgewiesene Zivilisation durch den Menschen reicht ca. 10.000 Jahre zurück. Felsenmalerei und Werkzeuge beweisen, dass es sich dabei um kulturell hochstehende Hirten und Jäger gehandelt haben muss. Auch die berühmten Steinkreise, die bis heute nicht enträtselt wurden, am Nordufer des Gambia-Flusses sprechen dafür.
Bereits im 1. Jahrhundert n.Chr. gab es in Westafrika die ersten Städte und Dörfer, deren Bewohner Landwirtschaft betrieben. Auch Eisenschmelztechniken waren bekannt.
Grössere Siedlungen wurden allerdings erst ab dem 2. Jahrhundert n.Chr. gegründet.
Im Laufe der nächsten Jahrhunderte nahm der Handel zwischen Ländern nördlich und südlich der Sahara deutlich zu.

 
  10./11.Jhdt Im 10. und 11. Jahrhundert gehörte das Gebiet von Gambia zum Ghana-Reich.

 
  13.Jhdt Anfang des 13. Jahrhunderts gewann der Stamm der Mandinka die Oberherrschaft. Das 1235 gegründete Mali-Reich wurde bis ins heute bekannte Gambia-Gebiet erweitert.
 





  1455 Der erste Europäer, der Gambia erreichte, war der Portugiese Alvis de Ca da Mosto. Gerüchte über ein riesiges Goldvorkommen hatte ihn mit seinen Männern hierhier gelockt. Sie errichteten hier Handelsstützpunkte für Edelmetalle. Da das Land eine geografische wichtige Stelle auf der Route nach Indien war, erlangten die Handelsstützpunkte viel Bedeutung.
Das Wort Gambia soll übrigens vom spanischen "cambio" kommen, was "Austausch" bedeutet.

 
  1618 1618 verkaufte Portugal seine Handelsrechte an Grossbritannien, das Gambia von nun an vor allem für den Sklavenhandel nutzte. Bis 1810 wurden ca. zwei Millionen Sklaven in die Neue Welt verfrachtet.
Neben Engländern lassen sich nun auch Franzosen in dem Gebiet nieder.
Ein Kampf um die Vorherrschaft im Sklavenhandel entsteht. Daran beteiligt: Portugiesen, Franzosen, Briten, Niederländer und Deutsche.
Fort James verliert seine strategische Bedeutung mit dem Bau neuer Festungsanlagen in Barra und Bathurst (dem heutigen Banjul) an der Mündung des Gambia-Flusses, die sich besser für die Kontrolle der Schiffsbewegungen eigneten. Fort James diente allerdings weiterhin als Sammelpunkt für Sklaven.

 
  1765 Die Engländer setzen sich durch: Senegal und Gambia befinden sich in britischer Hand.

 
  1776 Das senegalesische St.Louis wird den Franzosen überlassen.

 
  1783 Im Vertrag von Versailles muss England zurückstecken, erhält aber das heutige Banjul und den befahrbaren Teil des Gambia-Flusses.

 
  1807 Das englische Parlament schafft die Sklaverei ab. Die Franzosen ziehen erst 1848 nach.

 
  1820 Grossbritannien erklärt Gambia zum britischen Protektorat und regiert die Gegend von Sierra Leone aus.

 
  1829 Durch den Wegfall der Sklaverei sucht sich England neue Einnahmequellen. Der Anbau und Handel mit Erdnüssen beginn. Die geernteten Nüsse wurden zerstampft und zu Öl gepresst, das anschliessend zur Weiterverarbeitung in Nahrungsmitteln nach Europa exportiert wurde.
Durch den Handel wird der Gambia-Fluss einer der wichtigsten Flüsse in Westafrika.

 
  1888 Die heute gültigen Staatsgrenzen werden festgelegt.

 
  1901 Gambia wird britische Kronkolonie.

 
  18.02.1965 Als selbstständiges Mitglied im britischen Commonwealth erhält Gambia die volle Unabhängigkeit (wenngleich die britische Königin Elizabeth II. formell das Staatsoberhaupt bleibt).

 
  24.04.1970 Nach Volksabstimmung und Ausrufung der Republik wird Dawda Kairaba Jawara Staatspräsident.

 
  1971 Der Dalasi wird als eigene Währung eingeführt.

 
  1973 Im Zuge der Afrikanisierung wird die Hauptstadt Bathurst in Banjul umbenannt.

 
  1976 Die erste Oppositionspartei wird erlaubt (People's Progressive Party).

 
  1981 Senegal und Gambia schliessen sich zur Konföderation Senegambia zusammen. Oberhaupt der Konföderation wurde der senegalesische Präsident Abdou Diouf, das Amt des Vizepräsidenten wurde von Jawara ausgeübt. Der Zusammenschluss hält bis 1989.
Während eines Auslandsaufenthalts des Präsidenten kommt es zu einem Putschversuch, der vom Militär blutig niedergeschlagen wird.

 
  22.07.1994 Militärputsch unter Anführung des damaligen Leutnant Yahyah Jammeh. Das Provisional Ruling Military Council of Patriotic Forces (PRCPF) wird als Übergangsregierung unter der Führung von Yayah Jammeh eingesetzt.

 
  26.09.1996 Durchführung von Präsidentschaftswahlen, aus denen Jammeh als Sieger hervorgeht.

 
  16.01.1997 Inkrafttreten einer neuen Verfassung. Yahyah Jammeh wird dadurch auch Regierungschef.

 
  18.10.2001 Bei den Präsidentschaftswahlen wird der bisherige Amtsinhaber Jammeh wiedergewählt.

 
  17.01.2002



 
Durchführung von Parlamentswahlen. Die grösste Oppositionspartei UDP boykottiert diese Wahlen.