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Gambia: Die Kultur

Sport
Die Jugend in Gambia spielt begeistert Fussball. Man sieht das nicht nur an den allgegenwärtigen bunten Fussballtrikots, die nahezu jeder Jugendliche anhat, man kann sie auch immer wieder beim Spielen beobachten, ob auf einem Platz im Dorf oder am Abend am Strand. Im "Friendship"-Stadion in Banjul finden regelmässig Turniere der professionellen afrikanischen Teams statt.
Traditionell wird in Gambia geboxt. Dabei gibt es einfachere Regeln wie in Deutschland: erlaubt ist eigentlich alles.


Galerie

Fussball am Strand
Fussballspieler am Strand



Vor dem Kampf werden die Boxer mit Wasser besprüht, um es dem Gegner schwieriger zu machen. In den Pausen zwischen den einzelnen Runden putschen sich die Boxer mit selbstgebrauten Getränken auf.

Essen und Trinken

Die traditionelle Küche in Gambia besteht hauptsächlich aus Reis, Fisch und Huhn. Die englische Küche hat sich trotz Kolonialzeit kaum durchgesetzt. Ein typisches Gericht ist Domoda, ein Eintopfgericht mit Fleisch, Gemüse mit einem Hauch Erdnussgeschmack. Fisch ist natürlich auf allen Speiseplänen zu finden, da er leicht und billig zu bekommen ist. Nachspeisen sind nicht üblich. Wenn noch etwas gegessen wird dann Obst.
Auch wenn der Islam es verbietet, Alkohol zu trinken, wird man doch viele Leute dabei erwischen. Traditionell beliebt ist der Palmwein. Zur Gewinnung wird der Stamm der Plame angezapft, sodass der Saft in darunter aufgehängte Flaschen rinnen kann. Der Palmwein hat eine milchigweisse Farbe und kann nach Gährung je nach Verdünnung zwischen 5 und 50 Prozent Alkohol haben.

Bier ist mittlerweile auch in Gambia zum beliebtesten alkoholischen Getränk aufgestiegen. In Banjul wird unter deutscher Leitung das "Julbrew" gebraut, man bekommt es in zwei Varianten. Das normale ist etwas dünn im Geschmack, das Export lässt sich aber durchaus mit unseren Bieren messen. Bekannt ist auch das Guiness-Bier, das in Tanks nach Gambia gebracht und dort abgefüllt wird.

Musik
Musik spielt im Leben der Gambianer eine äusserst wichtige Rolle und hat zu dem eine sehr lange Tradition. In früheren Zeiten diente die Musik -neben der Unterhaltung- vor allem der Weitergabe von Wissen ("Oral History"). Zu den wichtisten Instrumenten in der traditionellen Musik zählt die Kora, ein typisches Mandinka-Instrument ähnlich der Harfe mit 21 Saiten und das Balaphon, ähnlich unserem Xylophon. Es ist das älteste in dieser Region bekannte Instrument. Es besteht aus ca. 20 Holzstäben, die über ausgehöhlten Kürbissen als Resonanzkörper gebunden sind.
In der heutigen Zeit spielt nur noch eine Musikrichtung eine Rolle im Leben der jungen Gambianer: Reggae. Er wird praktisch überall gehört.


Kunsthandwerk
In Serrekunda und Banjul gibt es grosse Märkte für Kunsthandwerk, aber auch in kleinen Souvenirmärkten in der Nähe der Hotels kann man sich gut eindecken. Zu kaufen gibt es Holzschnitzereien, Batik-Stoffe, Lederwaren, Schmuck und vieles andere mehr.
Die Masken und Skulpturen hatten ursprünglich einen religiösen Zweck. Heute werden sie nur noch für Touristen gefertigt. Als Holz wird meist Mahagoni verwendet. Wenn Ihnen eine Figur aus Ebenholz angepriesen wird, sollten Sie sich vergewissern, dass nicht lediglich schwarze Schuhcreme verwendet wurde, um das Holz dunkel aussehen zu lassen. Echtes Ebenholz ist sehr teuer.
Mit echter afrikanischer Kunst hat das meiste wenig zu tun, es wird alles nach europäischen Vorstellungen gefertigt. Man nennt diese Kunst deshalb auch "Airport-Art".
Man sollte auf keinen Fall vergessen zu handeln. Denken Sie auch daran, dass Tierhäute, Elfenbein, Vogelfedern etc. nicht ausgeführt werden dürfen.


Architektur
In den Städten wie Banjul und Serrekunda erinnern noch einige Gebäude an die koloniale Vergangenheit. Auf dem Land dagegen wird bis zum heutigen Tag nach alter Tradition gebaut. Aus einfachen Lehmziegeln werden hier runde oder quadratische Kegeldachhütten, genannt Banco, erbaut mit Schilf oder Stroh als Dachdeckung. Teilweise wird dafür auch Wellblech verwendet, das in der ursprünglichen Form, wie man es eben findet, aufs Dach genagelt wird. Auch als Zaun wird dieses Material oft und gern verwendet. Das Blech auf den Dächern hält zwar länger, die ursprüngliche Bauart mit Schilf hat aber den Vorteil, dass darunter auch bei heissem Wetter die Temperaturen erträglich bleiben.



 


Frischer Palmwein
Frischer Palmwein




Das lokale Bier
Das lokale Bier Julbrew




Verkauf von Batik
Verkauf von Batik-Tüchern am Strassenrand