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Vor dem Kampf werden die Boxer mit Wasser besprüht, um es dem
Gegner schwieriger zu machen. In den Pausen zwischen den einzelnen
Runden putschen sich die Boxer mit selbstgebrauten Getränken
auf.
Essen und Trinken
Die traditionelle Küche in Gambia besteht hauptsächlich
aus Reis, Fisch und Huhn. Die englische Küche hat sich trotz
Kolonialzeit kaum durchgesetzt. Ein typisches Gericht ist Domoda,
ein Eintopfgericht mit Fleisch, Gemüse mit einem Hauch Erdnussgeschmack.
Fisch ist natürlich auf allen Speiseplänen zu finden,
da er leicht und billig zu bekommen ist. Nachspeisen sind nicht
üblich. Wenn noch etwas gegessen wird dann Obst.
Auch wenn der Islam es verbietet, Alkohol zu trinken, wird man doch
viele Leute dabei erwischen. Traditionell beliebt ist der Palmwein.
Zur Gewinnung wird der Stamm der Plame angezapft, sodass der Saft
in darunter aufgehängte Flaschen rinnen kann. Der Palmwein
hat eine milchigweisse Farbe und kann nach Gährung je nach
Verdünnung zwischen 5 und 50 Prozent Alkohol haben.
Bier ist mittlerweile auch in Gambia zum beliebtesten alkoholischen
Getränk aufgestiegen. In Banjul wird unter deutscher Leitung
das "Julbrew" gebraut, man bekommt es in zwei Varianten.
Das normale ist etwas dünn im Geschmack, das Export lässt
sich aber durchaus mit unseren Bieren messen. Bekannt ist auch das
Guiness-Bier, das in Tanks nach Gambia gebracht und dort abgefüllt
wird.
Musik
Musik spielt im Leben der Gambianer eine äusserst wichtige
Rolle und hat zu dem eine sehr lange Tradition. In früheren
Zeiten diente die Musik -neben der Unterhaltung- vor allem der Weitergabe
von Wissen ("Oral History"). Zu den wichtisten Instrumenten
in der traditionellen Musik zählt die Kora, ein typisches Mandinka-Instrument
ähnlich der Harfe mit 21 Saiten und das Balaphon, ähnlich
unserem Xylophon. Es ist das älteste in dieser Region bekannte
Instrument. Es besteht aus ca. 20 Holzstäben, die über
ausgehöhlten Kürbissen als Resonanzkörper gebunden
sind.
In der heutigen Zeit spielt nur noch eine Musikrichtung eine Rolle
im Leben der jungen Gambianer: Reggae. Er wird praktisch überall
gehört.
Kunsthandwerk
In Serrekunda und Banjul gibt es grosse Märkte für Kunsthandwerk,
aber auch in kleinen Souvenirmärkten in der Nähe der Hotels
kann man sich gut eindecken. Zu kaufen gibt es Holzschnitzereien,
Batik-Stoffe, Lederwaren, Schmuck und vieles andere mehr.
Die Masken und Skulpturen hatten ursprünglich einen religiösen
Zweck. Heute werden sie nur noch für Touristen gefertigt. Als
Holz wird meist Mahagoni verwendet. Wenn Ihnen eine Figur aus Ebenholz
angepriesen wird, sollten Sie sich vergewissern, dass nicht lediglich
schwarze Schuhcreme verwendet wurde, um das Holz dunkel aussehen
zu lassen. Echtes Ebenholz ist sehr teuer.
Mit echter afrikanischer Kunst hat das meiste wenig zu tun, es wird
alles nach europäischen Vorstellungen gefertigt. Man nennt
diese Kunst deshalb auch "Airport-Art".
Man sollte auf keinen Fall vergessen zu handeln. Denken Sie auch
daran, dass Tierhäute, Elfenbein, Vogelfedern etc. nicht ausgeführt
werden dürfen.
Architektur
In den Städten wie Banjul und Serrekunda erinnern noch einige
Gebäude an die koloniale Vergangenheit. Auf dem Land dagegen
wird bis zum heutigen Tag nach alter Tradition gebaut. Aus einfachen
Lehmziegeln werden hier runde oder quadratische Kegeldachhütten,
genannt Banco, erbaut mit Schilf oder Stroh als Dachdeckung. Teilweise
wird dafür auch Wellblech verwendet, das in der ursprünglichen
Form, wie man es eben findet, aufs Dach genagelt wird. Auch als
Zaun wird dieses Material oft und gern verwendet. Das Blech auf
den Dächern hält zwar länger, die ursprüngliche
Bauart mit Schilf hat aber den Vorteil, dass darunter auch bei heissem
Wetter die Temperaturen erträglich bleiben.
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Frischer Palmwein

Das lokale Bier Julbrew

Verkauf von Batik-Tüchern am Strassenrand |