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Banjul
Die Hauptstadt Gambias liegt im Mündungsbereich des Flusses
auf einer sandigen flachen Halbinsel. Der britische Offizier Alexander
Grant hatte sie 1816 aufgekauft und sie nach einem britischen Minister
"Bathurst" benannt. 1889 wurde sie Hauptstadt der britischen
Kolonie. 1972 wurde im Zuge der Afrikanisierung der Stadt wieder
der ursprüngliche Name "Banjul" gegeben. Übersetzt
bedeutet das "Bambusinsel". Früher gab es in der
Stadt wegen seiner Lage am Meer häufig Überschwemmungen.
Fische und Krokodile wurden in die Strassen geschwemmt. Auch Seuchen
plagten häufig die Stadt. 1869 wütete eine Cholera-Epidemie
so heftig, dass nach unendlich vielen Todesfällen der Stadtteil
Mocamtown umbenannt wurde in "Half Die".
Trotz einiger Modernisierungsmassnahmen kann man hier noch einige
koloniale Gebäude entdecken. Finanzielle und politische Bedeutung
erlangte die Stadt wegen ihres grossen natürlichen Tiefwasserhafens,
der in den siebziger Jahren vergrössert wurde. Heute leben
etwa 45.000 Einwohner in der Stadt.
Sehenswürdigkeiten:
- Der Albert-Market, ein dreiteiliger Markt. Er liegt nördlich
der Russel Street.
- Arch 22. Der Siegesbogen wurde 1997 errichtet und hat es schnell
zum Wahrzeichen der Stadt geschafft. Von oben hat man einen schönen
Ausblick über die Stadt.
- Die grosse Moschee. Sie liegt zwischen Thomas Street und Box Bar
Road.
Georgetown
Georgetown ist die Hauptstadt vom Central Division. Bekannt wurde
sie jedoch als Sklavenstützpunkt. Sie liegt inmitten des Gambia-Flusses
auf der Mc Carthy-Insel. Von Süden kommt man mit einer kleinen,
von Hand betriebenen Fähre auf die Insel, vom Norden mit einem
grösseren Fährschiff. Die Briten errichteten hier ihre
Hauptverwaltung.
Sehenswürdigkeiten:
- Die ehemaligen Sklavenunterkünfte
- Die Steinkreise von Wassu. Bis heute ist das Geheimnis nicht entschüsselt.
Wahrscheinlich handelte es sich um Königsgräber.
Serrekunda
Das 12 Kilometer südlich von Banjul gelegene Serrekunda ist
mit ca. 170.000 Einwohnern die grösste Stadt Gambias. Das liegt
nicht daran, dass Serrekunda besondere Vorteile hätte, sondern
daran, dass Banjul wegen seiner Lage auf einer Halbinsel nicht weiter
wachsen kann. So wurde die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt
im Land.
Sehenswürdigkeiten: Der grosse überdachte Markt auf der
einen Strassenseite und die kleinen Geschäfte auf der anderen
Seite bieten alles zum Leben. Hier kann man die Einwohner in ihren
schönen und bunten Kleidern beobachten. Ruhe kehrt hier nie
ein.
St.James Island
Zwei Stunden von der Hauptstadt Banjul entfernt liegt die kleine
Insel St.James Island in der Mündung des Gambia Flusses. Benannt
wurde sie 1651 von den Engländern nach ihrem Thronfolger. Sie
spielte zu Zeiten des Sklavenhandels eine äusserst wichtige
Rolle. Denn von hier wurden die Sklaven in die Karibik verschifft.
Wegen ihrer stategischen Bedeutung stitten sich Engländer,
Franzosen und Niederländer viele Jahrzehnte um die Vorherrschaft.
Nach Abschaffung der Sklaverei 1807 benutzte man die Insel, um die
Sklavenschiffe der Franzosen und Portugiesen vor der Küste
abzufangen.
Heute ist die Insel unbewohnt. Affenbrotbäume überwuchern
die Überreste der alten Festung, die man auf Bootstouren besichtigen
kann.
Bakau
Einst ein Fischerdorf bildet Bakau heute das Zentrum des Tourismus.
Entlang der Küste reihen sich einige Ferienhotels aneinander.
In der Stadt befinden sich Einrichtungen wie Postamt, Bank, Supermarkt
und Souvenirmarkt. In Bakau New Town wohnen heute die reichen Geschäftsleute
und Politiker.
Sehenswürdigkeiten:
- Das Krokodilbecken Katchikalli mit 4 oder 5 Tieren, 20 Dalasi
Eintritt.
Die Krokodile werden als heilig verehrt. In einer gemauerten Dusche
lassen sich dort Frauen mit Wasser aus dem Krokodilteich übergiessen
in der Hoffnung auf eine Schwangerschaft. Heute ist dieser Platz
eher zu einem Besichtigungsort für Touristen geworden.
- Der botanische Garten
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Galerie

Das Wahrzeichen Arch 22

Der Albert-Market in Banjul

Die Marktstrasse in Serrekunda

Die Strassen von Bakau |