Bier
Das heimische Julbrew wird gerne getrunken. Selbst manche junge Moslems
greifen am Abend gerne zu dem Bier. Es wird in kleinen Flaschen und
vom Fass angeboten. Das normale Bier schmeckt zwar ein klein wenig
wässrig, aber das Export (geringfügig teurer) kann sich
durchaus mit gutem deutschen Bier vergleichen.
Die Brauerei in Banjul wird unter der Leitung der deutschen Brauhaase-Gruppe
geführt.
Auch Guiness-Bier wird in Banjul abgefüllt, es wird allerdings
aus dem Ausland antransportiert. Ansonsten werden in Bars und Restaurants
noch Heineken und Becks angeboten.
Diplomatische Vertretung
DEUTSCHLAND:
Ambassade d'Allemagne
Angelika Völkel
20, Avenue Pasteur, Angle Rue Mermoz, B.P.2100, Dakar
Telefon (00221) 8894884
Fax (00221) 8225299
Postanschrift Ambassade de la République fédérale
d´Allemagne, B.P. 21 00, Dakar, Senegal.
www.ambassade-allemagne.sn
ÖSTERREICH:
Ambassade d'Austriche
24, Bd. Djily Mbaye, B.P.1772, Dakar
Telefon (00221) 8223886
SCHWEIZ:
Ambassade d'Suisse
Rue Alfa Hachamiyou Tall, B.P.1772, Dakar
Telefon 00221) 8235848
Drogen
Marihuana wird in Gambia Yamba genannt und ist wegen der viele Rastafaris
weit verbreitet, die den Konsum als wichtigen Teil ihrer Kultur
ansehen. Die Behörden verfolgen daher auch mehr die Dealer
als die Konsumenten. Trotzdem ist selbst der Besitz bei Strafe verboten
und gerade als Ausländer sollte man sich nicht damit erwischen
lassen. Sogar Gefängnisstrafen drohen. Denken Sie daran, wenn
Ihnen jemand sagt, der Konsum von Yamba sei erlaubt.
Eine legale Droge sind die überall angebotenen Kolanüsse.
Gut gekaut und entsprechend dosiert sollen sie eine berauschende
Wirkung haben. Für unseren europäischen Geschmack sind
sie jedoch viel zu bitter und eigentlich ungeniessbar.
Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei der Einreise nach
Gambia einen gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate
gültig sein muss. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt;
ein Lichtbild ist unabhängig vom Alter des Kindes erforderlich.
Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist
zur Einreise ausreichend.
Das bei der Einreise erteilte Visum ist 21-28 Tage gültig.
Bei Aufenthalt über 28 Tage muss ein Antrag auf Aufenthaltsverlängerung
(gebührenpflichtig) beim gambianischen "Immigration Department"
gestellt werden.
Einreisebestimmungen können sich jederzeit ändern. Schauen
Sie bitte zusätzlich auf die Seiten des Auswärtigen
Amtes.
Elektrizität
Bei 220V kann man die europäischen Geräte meist verwenden.
Oft kommt es jedoch zu Stromausfällen, vor allem in der Regenzeit.
Hotels und Restaurants sind darauf vorbereitet und bereits nach
wenigen Augenblicken springt das Notstromaggregat an. Empfindliche
elektrische Geräte sollte man jedoch bei Stromausfall ausstecken,
da es beim Hochfahren des Notstroms zu Spannungsschwankungen kommen
kann.
Feilschen
Um Preise muss immer gefeilscht werden. Wer bereits andere arabische
Länder bereist hat, ist klar im Vorteil. Grundsätzlich
ist ca. 1/3 des Anfangspreises angebracht. Über die Hälfte
sollte man nicht bezahlen. Richten Sie sich darauf ein, dass Sie
in den ersten Tagen Lehrgeld bezahlen werden. Denken Sie aber beim
Feilschen auch daran, dass der Preisunterschied für uns vielleicht
nur 10 Cent ausmacht. Für den Einheimischen ist auch das viel
Geld.
In Geschäften haben die Dinge des täglichen Bedarfs einen
festen Preis. Hier kann nicht gehandelt werden.
Fotografieren
Es ist verboten Aufnahmen von militärischen und strategischen
Einrichtungen zu machen. Dazu zählen auch Häfen, Brücken
und Flughäfen.
Nehmen Sie auch bei allgemeinen Motiven Rücksicht auf die Gefühle
der meist islamischen Bevölkerung. Das gilt gerade auf dem
Land, wo viele Menschen noch glauben, ein Foto verletzte oder stehle
gar ihre Seele. Fragen Sie also lieber um Erlaubnis, wenn Sie Menschen
fotografieren wollen.
Wenn Sie professionell fotografieren wollen oder müssen, kommen
Sie nicht darum herum, einen Führer zu engagieren. Er wird
Ihnen beim Umgang mit der Bevölkerung helfen.
Nehmen Sie auf jeden Fall ausreichend Filmmaterial und Batterien
mit. Es gibt zwar ausreichend Läden, aber die Preise sind deutlich
höher. Diafilme sind so gut wie nicht zu bekommen.
Führer
Sie sind fast überall, vor Hotels sind sie immer zu finden:
die Toutist Guides. Sie bieten einem an den Markt oder die Stadt
zu zeigen. Aber auch wenn man nur einen kurzen Spaziergang machen
möchte, werden sich die Führer einem an die Fersen heften
und einen auf Schritt und Tritt begleiten.
Der Dienst ist im allgemeinen umsonst, aber natürlich erwarten
die Guides am Ende etwas Trinkgeld. Oft wird man auch gebeten, einen
Sack Reis oder ähnliches für sie zu kaufen.
So wie auch viele Taxifahrer versuchen auch die Guides ihre selbst
organisierten Touren zu verkaufen. Diese sind billiger wie die vom
Hotel angebotenen Touren.
Auch wenn die ständige Begleitung der Führer oft stört,
so erfährt man doch viel Interessantes. Ausserdem gelangt man
nur so an Orte, die man selber nicht finden würde oder an die
man sich alleine nicht trauen würde.
Geld
Die Währung in Gambia heisst Dalasi (D), unterteilt in 100
Butus. Im Umlauf sind Scheine zu 5, 10, 25, 50 und 100 Dalasi. Im
September 2003 bekam man für 1 Euro ca. 30 Dalasi. Geld kann
man in jedem Hotel tauschen, billiger ist es jedoch in Banken, noch
billiger in Wechselstuben. Auch auf der Strasse wird einem häufig
angeboten, Geld zu tauschen.
Sie sollten immer darauf achten, auch kleine Scheine dabei zu haben.
Auf grosse kann häufig nicht herausgegeben werden.
Gesundheit
Während und nach der Regenzeit steigt das Malaria-Risiko. Man
sollte sich auf jeden Fall mit Mückenmittel, einem Mückennetz
und langer Kleidung dagegen schützen. Vor allem abends wird
die Anophelesmücke aktiv.
Weiter ist es ratsam, nur Wasser aus Flaschen zu trinken. Das Leitungswasser
ist zwar keimfrei, aber sehr chlorhaltig.
Laut Auswärtigeem Amt ist eine Impfung gegen Gelbfieber sinnvoll,
bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist sie vorgeschrieben.
HIV / AIDS ist in Gambia ein grosses Problem und eine grosse Gefahr
für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere
Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein
lebensgefährliches Risiko bergen.
Öffnungszeiten
Banken und Behörden haben meist von 9 bis 12 Uhr und von 14
bis 17 Uhr geöffnet. Freitags nur bis Mittag. Supermärkte
haben länger auf. Feste Öffnungszeiten wie bei uns gibts
es allerdings nicht.
Post/Telefon/Internet
Die Post in Gambia ist zuverlässig, Briefe und Karten sind
aber mindestens 1 Woche nach Europa unterwegs. Das Hauptpostamt
liegt in Banjul neben dem Albert Market. Aber auch in den meisten
Hotels gibt es Briefmarken und Briefkästen.
Telefonieren ist in allen Städten und Dörfern in sogenantnen
Tele-Centers möglich. Das Absenden von einem Fax ist dagegen
sehr teuer. Zugang zum Internet gibt es in den meisten Hotels sowie
in einigen Internetcafes in den grossen Städten.
Prostitution
Das Problem der Prostitution ist allgegenwärtig. Das Geld der
Touristen ist zu verlockend. Im Gegensatz zu anderen Ländern
kommt hier allerdings auch sehr häufig die umgekehrte Kombination
vor: Weisse europäische Frau und schwarzer Mann. Bei vielen
jungen Männern aus Gambis steckt die Hoffnung dahinter, das
Land verlassen und ein neues, besseres Leben in Europa beginnen
zu können.
Auf jeden Fall sollte man die gesundheitlichen Risiken bedenken.
In mancher Hochburg sind fast 40 Prozent der Prostituierten HIV-infiziert.
Reisezeit
Die beste Reisezeit ist in unserem Winter. In den Sommermonaten
ist die Regenzeit (hivernage), die eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit
mit sich bringt, die für uns Europäer nur schwer erträglich
ist. Die Maximaltemperaturen sind im ganzen Jahr um die 35 Grad.
Die Minimaltemperatur steigt von Januar 15 Grad bis September 22
Grad.
Sicherheit
Gambia ist ein sicheres Land. Gewöhnliche Gewaltkriminalität
kommt hier so gut wie nie vor. Und nur ganz selten werden Touristen
Opfer eines Diebstahls. Trotzdem sollte man natürlich die üblichen
Sicherheitsmassnahmen treffen und z.B. nicht vollbeladen mit Schmuck
und Taschen durch die Strassen oder den Markt schlendern.
Sprache
Amtssprache in Gambia ist Englisch. Auch in den abgelegenen Gebieten
wird Englisch gut gesprochen. Das liegt zum einen daran, dass Gambia
lange Zeit von Grossbritannien beherrscht wurde und zum anderen
gibt es in dem kleinen Land mehrere Volksstämme mit eigenen
Sprachen, die nur sie selbst sprechen. Also auch untereinander reden
die Einheimischen englisch. Viele Leute, die als Führer oder
Taxifahrer mit den Touristen in Kontakt kommen reden auch etwas
deutsch.
Taxi
Es gibt 3 Sorten von Taxis. Die gelben mit den grünen Streifen
sind die normalen Taxis für Einheimische. Es gibt hier keine
Taxameter. Die Preise sind den Einheimischen bekannt. Hier kann
und muss gehandelt werden.
Die grünen Taxis wurden extra für die Touristen eingeführt.
Sie sind meist in einem besseren Zustand, sind aber auch teurer.
Offiziell heisst es, sie hätten Festpreise. Oft sind sie an
grossen Tafeln angeschrieben. Wer jedoch diese Preise ohne Handeln
bezahlt ist selber schuld. Zu einem etwas höheren Preis bietet
der Fahrer auch an, zum Beispiel vor dem Restaurant zu warten. Auf
jeden Fall muss der Preis vor Beginn der Fahrt ausgehandelt werden.
Ausserdem gibt es noch die Kleinbusse. Diese fahren immer nach Serrekunda
und von dort aus weiter in andere Städte. Sie sind meist mit
bis zu 10 Personen vollgestopft, kosten aber auch nur wenige Cent.
Ein Junge an der Tür ruft bei Haltestellen immer das Ziel der
Fahrt.
Uhrzeit
Die Ortszeit in Gambia ist im Winter -1 Stunde zur MEZ, im Sommer
-2 Stunden.
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