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Gambia: Tipps von A bis Z

Bekleidung - Betteln - Bier - Diplomatische Vertretung - Drogen - Einreisebestimmungen - Elektrizität - Feilschen - Fotografieren - Führer - Geld - Gesundheit - Öffnungszeiten - Post - Prostitution - Reisezeit - Sicherheit - Sprache - Taxi - Uhrzeit

Bekleidung
Neben natürlich sommerlicher Bekleidung sollte man jedoch nicht vergessen, auch längere, wärmere Kleider einzupacken. Nicht nur, dass es im Januar nachts bis 15 Grad abkühlen kann, auch gegen die Stiche der Moskitos hilft in den Abendstunden nur lange Kleidung. Auch die Hotels kühlen die Luft dank Klimaanlagen auf 16 Grad herunter. Auch beim Essen ist also eine dünne Jacke sinnvoll.
Nehmen Sie für die grosse Hitze am Tag eine Kopfbedeckung mit.
Nehmen Sie bitte Rücksicht auf das religiöse Empfinden der Bevölkerung: Wenn Sie eine Moschee besichtigen wollen, tauschen Sie Ihre Strandkleidung gegen knielange Röcke, lange Hosen und bedecken Sie Ihre Schultern.

 

Betteln
Man wird öfters auf Strassen angesprochen und um eine Spende gebeten. Der Schullehrer sammelt für seine Schule, ein anderer für den Kindergarten und wieder ein anderer für den örtlichen Sportclub. Man wird dann aufgefordert, sich mit Namen, Land, Höhe der Spende und Unterschrift in ein Buch einzutragen.
Wenn man nichts geben will, kann man das aber auch mit einem klaren Kommentar deutlich machen.
Kinder freuen sich sehr über Süsses und Stifte.


Galerie

Werbeschild von Julbrew
Werbetafel von Julbrew




Telecenter in Banjul
Telecenter in Banjul



Bier
Das heimische Julbrew wird gerne getrunken. Selbst manche junge Moslems greifen am Abend gerne zu dem Bier. Es wird in kleinen Flaschen und vom Fass angeboten. Das normale Bier schmeckt zwar ein klein wenig wässrig, aber das Export (geringfügig teurer) kann sich durchaus mit gutem deutschen Bier vergleichen.
Die Brauerei in Banjul wird unter der Leitung der deutschen Brauhaase-Gruppe geführt.
Auch Guiness-Bier wird in Banjul abgefüllt, es wird allerdings aus dem Ausland antransportiert. Ansonsten werden in Bars und Restaurants noch Heineken und Becks angeboten.

 

Diplomatische Vertretung
DEUTSCHLAND:
Ambassade d'Allemagne
Angelika Völkel
20, Avenue Pasteur, Angle Rue Mermoz, B.P.2100, Dakar
Telefon (00221) 8894884
Fax (00221) 8225299
Postanschrift Ambassade de la République fédérale d´Allemagne, B.P. 21 00, Dakar, Senegal.
www.ambassade-allemagne.sn

ÖSTERREICH:
Ambassade d'Austriche
24, Bd. Djily Mbaye, B.P.1772, Dakar
Telefon (00221) 8223886

SCHWEIZ:
Ambassade d'Suisse
Rue Alfa Hachamiyou Tall, B.P.1772, Dakar
Telefon 00221) 8235848

 

Drogen
Marihuana wird in Gambia Yamba genannt und ist wegen der viele Rastafaris weit verbreitet, die den Konsum als wichtigen Teil ihrer Kultur ansehen. Die Behörden verfolgen daher auch mehr die Dealer als die Konsumenten. Trotzdem ist selbst der Besitz bei Strafe verboten und gerade als Ausländer sollte man sich nicht damit erwischen lassen. Sogar Gefängnisstrafen drohen. Denken Sie daran, wenn Ihnen jemand sagt, der Konsum von Yamba sei erlaubt.
Eine legale Droge sind die überall angebotenen Kolanüsse. Gut gekaut und entsprechend dosiert sollen sie eine berauschende Wirkung haben. Für unseren europäischen Geschmack sind sie jedoch viel zu bitter und eigentlich ungeniessbar.

 

Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei der Einreise nach Gambia einen gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt; ein Lichtbild ist unabhängig vom Alter des Kindes erforderlich. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist zur Einreise ausreichend.
Das bei der Einreise erteilte Visum ist 21-28 Tage gültig. Bei Aufenthalt über 28 Tage muss ein Antrag auf Aufenthaltsverlängerung (gebührenpflichtig) beim gambianischen "Immigration Department" gestellt werden.
Einreisebestimmungen können sich jederzeit ändern. Schauen Sie bitte zusätzlich auf die Seiten des Auswärtigen Amtes.

 

Elektrizität
Bei 220V kann man die europäischen Geräte meist verwenden. Oft kommt es jedoch zu Stromausfällen, vor allem in der Regenzeit. Hotels und Restaurants sind darauf vorbereitet und bereits nach wenigen Augenblicken springt das Notstromaggregat an. Empfindliche elektrische Geräte sollte man jedoch bei Stromausfall ausstecken, da es beim Hochfahren des Notstroms zu Spannungsschwankungen kommen kann.

 

Feilschen
Um Preise muss immer gefeilscht werden. Wer bereits andere arabische Länder bereist hat, ist klar im Vorteil. Grundsätzlich ist ca. 1/3 des Anfangspreises angebracht. Über die Hälfte sollte man nicht bezahlen. Richten Sie sich darauf ein, dass Sie in den ersten Tagen Lehrgeld bezahlen werden. Denken Sie aber beim Feilschen auch daran, dass der Preisunterschied für uns vielleicht nur 10 Cent ausmacht. Für den Einheimischen ist auch das viel Geld.
In Geschäften haben die Dinge des täglichen Bedarfs einen festen Preis. Hier kann nicht gehandelt werden.

 

Fotografieren
Es ist verboten Aufnahmen von militärischen und strategischen Einrichtungen zu machen. Dazu zählen auch Häfen, Brücken und Flughäfen.
Nehmen Sie auch bei allgemeinen Motiven Rücksicht auf die Gefühle der meist islamischen Bevölkerung. Das gilt gerade auf dem Land, wo viele Menschen noch glauben, ein Foto verletzte oder stehle gar ihre Seele. Fragen Sie also lieber um Erlaubnis, wenn Sie Menschen fotografieren wollen.
Wenn Sie professionell fotografieren wollen oder müssen, kommen Sie nicht darum herum, einen Führer zu engagieren. Er wird Ihnen beim Umgang mit der Bevölkerung helfen.
Nehmen Sie auf jeden Fall ausreichend Filmmaterial und Batterien mit. Es gibt zwar ausreichend Läden, aber die Preise sind deutlich höher. Diafilme sind so gut wie nicht zu bekommen.

 

Führer
Sie sind fast überall, vor Hotels sind sie immer zu finden: die Toutist Guides. Sie bieten einem an den Markt oder die Stadt zu zeigen. Aber auch wenn man nur einen kurzen Spaziergang machen möchte, werden sich die Führer einem an die Fersen heften und einen auf Schritt und Tritt begleiten.
Der Dienst ist im allgemeinen umsonst, aber natürlich erwarten die Guides am Ende etwas Trinkgeld. Oft wird man auch gebeten, einen Sack Reis oder ähnliches für sie zu kaufen.
So wie auch viele Taxifahrer versuchen auch die Guides ihre selbst organisierten Touren zu verkaufen. Diese sind billiger wie die vom Hotel angebotenen Touren.
Auch wenn die ständige Begleitung der Führer oft stört, so erfährt man doch viel Interessantes. Ausserdem gelangt man nur so an Orte, die man selber nicht finden würde oder an die man sich alleine nicht trauen würde.

 

Geld
Die Währung in Gambia heisst Dalasi (D), unterteilt in 100 Butus. Im Umlauf sind Scheine zu 5, 10, 25, 50 und 100 Dalasi. Im September 2003 bekam man für 1 Euro ca. 30 Dalasi. Geld kann man in jedem Hotel tauschen, billiger ist es jedoch in Banken, noch billiger in Wechselstuben. Auch auf der Strasse wird einem häufig angeboten, Geld zu tauschen.
Sie sollten immer darauf achten, auch kleine Scheine dabei zu haben. Auf grosse kann häufig nicht herausgegeben werden.

 

Gesundheit
Während und nach der Regenzeit steigt das Malaria-Risiko. Man sollte sich auf jeden Fall mit Mückenmittel, einem Mückennetz und langer Kleidung dagegen schützen. Vor allem abends wird die Anophelesmücke aktiv.
Weiter ist es ratsam, nur Wasser aus Flaschen zu trinken. Das Leitungswasser ist zwar keimfrei, aber sehr chlorhaltig.
Laut Auswärtigeem Amt ist eine Impfung gegen Gelbfieber sinnvoll, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist sie vorgeschrieben. HIV / AIDS ist in Gambia ein grosses Problem und eine grosse Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

 

Öffnungszeiten
Banken und Behörden haben meist von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Freitags nur bis Mittag. Supermärkte haben länger auf. Feste Öffnungszeiten wie bei uns gibts es allerdings nicht.

 

Post/Telefon/Internet
Die Post in Gambia ist zuverlässig, Briefe und Karten sind aber mindestens 1 Woche nach Europa unterwegs. Das Hauptpostamt liegt in Banjul neben dem Albert Market. Aber auch in den meisten Hotels gibt es Briefmarken und Briefkästen.
Telefonieren ist in allen Städten und Dörfern in sogenantnen Tele-Centers möglich. Das Absenden von einem Fax ist dagegen sehr teuer. Zugang zum Internet gibt es in den meisten Hotels sowie in einigen Internetcafes in den grossen Städten.

 

Prostitution
Das Problem der Prostitution ist allgegenwärtig. Das Geld der Touristen ist zu verlockend. Im Gegensatz zu anderen Ländern kommt hier allerdings auch sehr häufig die umgekehrte Kombination vor: Weisse europäische Frau und schwarzer Mann. Bei vielen jungen Männern aus Gambis steckt die Hoffnung dahinter, das Land verlassen und ein neues, besseres Leben in Europa beginnen zu können.
Auf jeden Fall sollte man die gesundheitlichen Risiken bedenken. In mancher Hochburg sind fast 40 Prozent der Prostituierten HIV-infiziert.

 

Reisezeit
Die beste Reisezeit ist in unserem Winter. In den Sommermonaten ist die Regenzeit (hivernage), die eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit mit sich bringt, die für uns Europäer nur schwer erträglich ist. Die Maximaltemperaturen sind im ganzen Jahr um die 35 Grad. Die Minimaltemperatur steigt von Januar 15 Grad bis September 22 Grad.

 

Sicherheit
Gambia ist ein sicheres Land. Gewöhnliche Gewaltkriminalität kommt hier so gut wie nie vor. Und nur ganz selten werden Touristen Opfer eines Diebstahls. Trotzdem sollte man natürlich die üblichen Sicherheitsmassnahmen treffen und z.B. nicht vollbeladen mit Schmuck und Taschen durch die Strassen oder den Markt schlendern.

 

Sprache
Amtssprache in Gambia ist Englisch. Auch in den abgelegenen Gebieten wird Englisch gut gesprochen. Das liegt zum einen daran, dass Gambia lange Zeit von Grossbritannien beherrscht wurde und zum anderen gibt es in dem kleinen Land mehrere Volksstämme mit eigenen Sprachen, die nur sie selbst sprechen. Also auch untereinander reden die Einheimischen englisch. Viele Leute, die als Führer oder Taxifahrer mit den Touristen in Kontakt kommen reden auch etwas deutsch.

 

Taxi
Es gibt 3 Sorten von Taxis. Die gelben mit den grünen Streifen sind die normalen Taxis für Einheimische. Es gibt hier keine Taxameter. Die Preise sind den Einheimischen bekannt. Hier kann und muss gehandelt werden.
Die grünen Taxis wurden extra für die Touristen eingeführt. Sie sind meist in einem besseren Zustand, sind aber auch teurer. Offiziell heisst es, sie hätten Festpreise. Oft sind sie an grossen Tafeln angeschrieben. Wer jedoch diese Preise ohne Handeln bezahlt ist selber schuld. Zu einem etwas höheren Preis bietet der Fahrer auch an, zum Beispiel vor dem Restaurant zu warten. Auf jeden Fall muss der Preis vor Beginn der Fahrt ausgehandelt werden.
Ausserdem gibt es noch die Kleinbusse. Diese fahren immer nach Serrekunda und von dort aus weiter in andere Städte. Sie sind meist mit bis zu 10 Personen vollgestopft, kosten aber auch nur wenige Cent. Ein Junge an der Tür ruft bei Haltestellen immer das Ziel der Fahrt.

 

Uhrzeit
Die Ortszeit in Gambia ist im Winter -1 Stunde zur MEZ, im Sommer -2 Stunden.

 



Marktfrauen in traditioneller Kleidung